Abstract
Seit 2014 unterstützt die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) aktiv innergesellschaftliche Dialogprozesse in der Ukraine. Diese Bemühungen umfassen die Förderung von Dialog als Instrument zur Stärkung des sozialen Zusammenhalts sowie zur Unterstützung landesweiter Reformen in den von Kyjiw kontrollierten Gebieten, darunter Dezentralisierung, die Beteiligung von Bürger:innen an staatlichen Entscheidungsprozessen sowie die Lösung kommunaler Herausforderungen wie die (Re-)Integration von Binnenvertriebenen und Kriegsveteran:innen. Diese Analyse untersucht die Anstrengungen der OSZE, den innerukrainischen Dialog vor und nach Februar 2022 zu fördern. Der Beitrag der Organisation zur Aufrechterhaltung des sozialen Zusammenhalts durch innergesellschaftlichen Dialog sowie zur Professionalisierung einer lokalen Community von ukrainischen Dialogpraktiker:innen wurde bislang unterschätzt. Angesichts des andauernden Krieges bleiben der Erhalt von Vertrauen innerhalb von lokalen Gemeinschaften und die Stärkung von Kommunikationskanälen zwischen den zentralstaatlichen Behörden und der Öffentlichkeit entscheidend für die gesellschaftliche Resilienz. Diese Maßnahmen werden in der Phase des Wiederaufbaus nach dem Krieg noch an Bedeutung gewinnen. Angesichts ihrer Erfahrungen und Erkenntnisse sollte die OSZE ihr Engagement in diesem Bereich ausweiten.
| Original language | German |
|---|---|
| Pages | 7-13 |
| Number of pages | 7 |
| Volume | 329 |
| Specialist publication | Ukraine-Analysen |
| DOIs | |
| Publication status | Published - 25 Mar 2026 |
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